Schicksalstag für Deutschland

Schicksalstag für Deutschland

9. November

Vor 83 Jahren markierte der 9. November 1938 einen ersten traurigen Höhepunkt bei der organisierten Verfolgung und Entmenschlichung der Juden durch die Nationalsozialisten. Geschäfte, Synagogen und Friedhöfe wurden zerstört und geschändet, jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger angegriffen und getötet. Diesem Gewaltexzess folgte alsbald die systematische Vernichtung jüdischen Lebens in ganz Deutschland und Europa. Die Pogrome des 9. November sind ein Tag der Schande für Deutschland. Gleichzeitig ist es ein Tag der Verantwortung: Nie wieder darf es zu Ausschreitungen gegen religiöse und andere Gruppen sowie gegen Minderheiten kommen.

Der 9. November 1989 schuf die Grundlage für die Einheit in Freiheit. Tausende Männer und Frauen gingen in der damaligen DDR bei der Friedlichen Revolution auf die Straße und brachten nicht nur die Mauer, sondern das menschenverachtende SED-Regime zu Fall. Der 9. November 1989 markiert den Beginn des Einigungsprozesses. Er steht für Freiheit, Aufbruch, Hoffnung, Menschenrechte, Demokratie. Die Bürgerinnen und Bürger der DDR haben sich ihre Freiheit mit friedlichen Mitteln erkämpft und die Tore zur Wiedervereinigung weit aufgestoßen. Dafür sind wir zu großem Dank verpflichtet.

Für die CDU sind die Erinnerung an diese prägenden Ereignisse unserer Geschichte Mahnung und Auftrag. Es ist eine Verpflichtung, uns jederzeit für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte einzusetzen. Wir Deutschen haben erfahren müssen, dass die Demokratie keine Selbstverständlichkeit ist, sondern wir jeden Tag dafür hart arbeiten müssen.

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