Lust auf Zukunft machen

Lust auf Zukunft machen

Carsten Linnemann im ARD-Morgenmagazin

Seit diesem Jahr verantwortet er den Weg zum neuen Grundsatzprogramm der CDU. Bis Ende 2023 soll es fertig sein. So lange diskutiert die Partei – mit den Mitgliedern und mit Experten. Die Themen reichen von Soziale Sicherung über Aufstiegschancen bis zum Zusammenhalt der Gesellschaft. Carsten Linnemann ist optimistisch, die CDU damit weiter voranzubringen: „Das ist harte Arbeit. Aber wir kriegen das fertig. In einem Jahr steht das neue Programm.“ Sein Ziel: Die CDU muss sichtbar Lust auf Zukunft machen.

Wie er die Jugend ansprechen will, wird er gefragt. Linnemann zieht im ARD-Morgenmagazin den Bogen von Inhalt über Zukunft zum Personal.

Gute Zukunftsaussichten schaffen

Generationengerechtigkeit ist ein zentrales Thema für die CDU, „die schwarze Null. Die hat Wolfgang Schäuble erfunden. Wir sind mit dem Geld vernünftig umgegangen.“ Das bewegt junge Menschen.

„Ich möchte gerne eine Kultur des Machens“, sagt Linnemann in dem Gespräch. „Dass wir Lust haben auf Zukunft.“ Man brauche nur den Blick nach außen richten, um die Herausforderung mit den Augen der Jüngeren zu sehen: Wir brauchen neue Unternehmen. Junge Startups, sagt er. „Die müssen wir unterstützen. Dafür müssen wir stehen.“

Erlaubniskultur neu begründen

Besonders wichtig: „Am Ende des Tages brauchen wir in Deutschland statt einer Verbotskultur wieder eine Erlaubniskultur.“ Der Programm-Macher will junge Frauen und Männer ansprechen, die „Lust haben auf Zukunft. Dass derjenige, der eine Idee hat, einfach mal losläuft. Wir ersticken in Bürokratie, in Regulierungen. Das muss weg! Und das muss Unionspolitik sein.“

Gleichzeitig gibt es Themen, die mit der CDU verbunden sind. Dazu zählt „Fördern und Fordern, dass derjenige, der vom Staat Geld bezieht auch eine Bringschuld hat. Das ist Union pur: Subsidiarität und Solidarität.“

Frauen und Jüngeren mehr Raum geben

Wie die CDU junge Leute und Frauen für sich gewinnt, wird er gefragt. Von Vorschriften hält Linnemann auch dabei wenig. Man muss Vorbilder schaffen, ist seine Überzeugung. Er verweist auf die CDU bei sich zu Hause: Die Kreisvorsitzende in Paderborn ist eine junge Frau, Anfang 30, „hat Familie, steht mitten im Leben“, erzählt er. Der Kreisverband hat 4000 Mitglieder. Die CDU dort hat Zulauf.

Für Linnemann ergibt sich daraus: „Wir brauchen Vorbilder. So war es bei Annegret Kramp-Karrenbauer und Angela Merkel.“ Die Partei ist für die Zukunft dazu gut aufgestellt. Das müsse man nutzen: „Wir müssen neu beginnen: die neue CDU. Wir haben dazu tolle Leute. Wir haben tolle Frauen. Wir brauchen die Breite. Aber die müssen sichtbarer werden.“

Gibt es eine Kanzlerkandidaten-Debatte?

Nein, bekräftigt Linnemann auf die Frage des Moderators. „Kanzlerkandidatur ist kein Thema in der CDU.“ Schon jetzt sei aber deutlich sichtbar: Merz würde es besser machen als Olaf Scholz.

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