Alleinerziehende unterstützen

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Inflation und steigende Preise

Wenn Mutter oder Vater Kinder allein erziehen, dann kostet das nicht nur Nerven – es kostet auch viel Geld. Oft sind diese Kosten mit Einkommen aus Teilzeit zu bestreiten. Schon ohne Inflation reicht das Geld vielfach nicht aus. Die hohe Inflation und die immer weiter steigenden Preise belasten Alleinerziehende daher besonders stark. CDU und CSU wollen Alleinerziehende vor den Folgen der hohen Inflation besser schützen. Die Scholz-Regierung hat das Problem nicht ausreichend im Blick. Im Bundestag stellt die Union dazu deshalb einen Antrag mit konkreten Vorschlägen.

Das sind die Kernpunkte:

• Entlastungsbetrag auf 5.000€ anheben
• Kindergeld nur noch zu Hälfte auf den Unterhaltsvorschuss anrechnen
• mehr Alleinerziehenden den Zugang zu Wohngeld ermöglichen und den Freibetrag dafür um 20 Prozent anheben
• Kinderbonus in Höhe von 150 Euro kurzfristig und unbürokratisch einführen

Mieten, Heizen, Lebensmittel

Es ist vor allem der Grundbedarf, der derzeit deutlich teurer wird: Mieten, Heizen, Lebensmittel. Weniger wohnen, weniger heizen, weniger essen – das geht nicht nur mit Kindern nicht. Gut die Hälfte aller Alleinerziehenden gilt laut einer Bertelsmann-Studie als „einkommensarm“. Diese Gruppe trifft jede Preiserhöhung besonders.

Dazu kommt: Mehr als zwei Drittel aller alleinerziehenden Mütter sind laut dieser Studie berufstätig, fast die Hälfte arbeitet mehr oder weniger Vollzeit. Diese Anstrengungen will die Union unterstützen: Die Bundesregierung soll dazu prüfen, ob der Entlastungsbeitrag künftig direkt von der Steuerschuld abgezogen werden kann; bisher wird nur das zu versteuernde Einkommen um diesen Betrag verringert.

Nicht selten beziehen sowohl Mutter als auch Vater je die Hälfte des Kindergelds. Beim Unterhaltsvorschuss wird das Kindergeld aber vollständig abgezogen. Wer allein erzieht hat das Nachsehen. Die Union möchte daher das Kindergeld nur noch zur Hälfte anrechnen.

Auch das Wohngeld soll mehr Empfänger erreichen: Der Freibetrag wurde seit 2016 nicht angehoben. CDU und CSU fordern daher eine Anpassung.

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