Infos aus der Region

Der Wirtschaftsstandort
Schmalkalden-Meiningen

Eine der wirtschaftlich potentesten Gebietskörperschaften in Thüringen entstand Mitte des Jahres 1994, als die ehemaligen Kreise Schmalkalden und Meiningen und Teile des Landkreises Suhl zu einem Landkreis mit einer Gesamtfläche von 1210 Quadratkilometern, mit 7 Städten und 70 Gemeinden sowie mehr als 140 000 Einwohnern zusammengeschlossen wurden.

Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen als traditioneller Wirtschaftsraum ist geprägt durch klein- und mittelständische Unternehmen, insbesondere der Branchen Stahl- und Leichtmetallbau, Maschinen- und Fahrzeugbau, Eisen-, Blech- und Metallverarbeitung, Elektrotechnik, Elektronik, Gerätebau, Baugewerbe, Holzverarbeitung, Kunststoff, Nahrungsmittel und Dienstleistungsgewerbe. Obwohl Großindustrie fehlt, zählt der Landkreis Schmalkalden-Meiningen zu den Regionen mit dem stärksten Wirtschaftswachstum in Thüringen. An dem "kleinem Südthüringer Wirtschaftswunder" haben nicht zuletzt die mittelständischen Unternehmen aus der Metallbranche ihre Aktie. Etwa 20 Prozent aller Metallbetriebe im Freistaat sind im Landkreis Schmalkalden-Meiningen angesiedelt. Eine besonders lange Tradition im Maschinenbau und bei der Produktion von Metallerzeugnissen hat die Stadt Schmalkalden. Schon im Mittelalter hatten die dort produzierten Werkzeuge und Kleineisenwaren als "Schmalkalder Artikel" die Region über Deutschland hinaus bekannt gemacht. Eine gesunde Branchenvielfalt, verteilt auf über 40 Gewerbestandorten, sowie ein großes Potenzial an qualifiizierten und motivierten Arbeitskräften sind beste Voraussetzungen für die weitere Entwicklung der vornehmlich kleinen Unternehmen. Insgesamt sind am Wirtschaftsstandort Schmalkalden-Meiningen etwa 560 Hektar Gewerbeflächen ausgewiesen, von denen 90 % belegt sind. Mit dieser Auslastung liegt der Landkreis im Landesvergleich mit an der Spitze. Die Gewerbestandorte konzentrieren sich in und um Meiningen, Schmalkalden, Zella-Mehlis und Steinbach-Hallenberg.

Ein wesentliches Standortplus hinzugewonnen hat der in der Mitte Deutschlands gelegene Landkreis Schmalkalden-Meiningen mit der im Juli 2003 erfolgten Inbetriebnahme des Abschnittes Erfurt-Meiningen der Bundesautobahn 71, einem Projekt des Bundesverkehrswegeplanes "Deutsche Einheit". Die Autobahn rückt die thüringischen Wirtschaftszentren enger zusammen, schafft eine bessere Erreichbarkeit und bindet den Landkreis an das überregionale Autobahnnetz an. Die spektakulärste ingenieurtechnische Leistung beim Bau der A 71 war die Unterquerung des Thüringer Waldes bei Oberhof. Mit einer Länge von 7915 Metern ist der Rennsteigtunnel der längste Straßentunnel Deutschlands.


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